MITTEN IM VERKEHR - Ein Feature mit Musik

Th. C. Breuer: Planierraupen

'Mitten im Verkehr'. Reality-Fernsehen im Rundfunk - eine Sendung mit Manfred Maurenbrecher.

Guten Abend.
Ich wollte einmal eine Sendung machen über den Zustand der Politik. Glossen über Politiker. Und der Musiktitel eben, den ich als Anfang gewählt hatte, der hätte ja auch gepaßt. 'Planierraupen schaffen Platz für ihresgleichen' - für nichts und niemand sonst. Das wäre schön anspielungsreich gewesen. Aber dann war auch schon Ende. Ich lese zwar jeden Tag Zeitung, aber mir fiel einfach nichts mehr ein zu dem Thema, zu den Damen und Herren Wasserwerkbesetzern, dieser mittelalterlichen Selbsterhaltungsgilde im Zeitalter leergefahrener Notaggregate - oder, um es pathetischer zu sagen: zu diesem Verein von Trockenfischen im Zeitalter flutender Wasser ...
Ich bin manchmal gerne pathetisch. Aber mir kam sonst nichts halbwegs Interessantes in die Feder zu der Machart Scheuble / Scharping, ich wurde mißgelaunt bei meinen Vorarbeiten und dachte mehrmals: überlaß die sich selbst, die erreichst du nicht mehr. Die Lust auf einen Spaziergang kam mich an, es war Vorfrühling - und die Sehnsucht, etwas mit vielen zu teilen. Geld nicht gerade, das wäre ganz aus der Mode - aber ein Gefühl der Unbändigkeit und Offenheit vielleicht in dieser unübersichtlichen Welt.

Ich schaute auf die Straße hinunter, und zufällig war sie frei. Das wunderte mich, denn es ging das Gerücht um, in meiner Stadt seien so viele Fahrzeuge unterwegs, daß sie sich eigentlich nur noch im Schrittempo vor- und zurückschieben könnten. Wie aus Trotz kam mir ein Lied in den Sinn - ein Lied aus einer besseren Zeit, eins von der Vertrautheit der Menschen mit einem einzigen Gegenstand - mit einem, der ihnen Freiheit und Freude versprochen hat. 'Wären manche meiner Wohnungen so schön eingerichtet gewesen wie mein Auto, ich wäre nicht halb so viel umhergereist in meinem Leben'...
Diese Zeilen vor mich hinsummend, mich in den Rhythmus einwiegend, warf ich mir eine Jacke über und entschloß mich zu etwas, wovor ökologisch bedenkliche Zeitgenossen schon seit längerem warnen: zu einem ziellosen, grundlosen Ausritt - mit meinem Auto, jawohl...

Paul Simon: Cars are Cars

Es ist etwas Seltsames mit uns Autofahrern und Autos. Ich kenne z.B. keinen, der nicht betonte, er interessiere sich gar nicht dafür, und der nicht doch, sind nur die richtigen Leute beisammen, stundenlang darüber reden würde. Über TÜV, Zentralverriegelung, Gebrauchtmarktpreise, über Abkürzungen und Staus. Ich kenne Frauen, die das Wort Radarkontrolle mit einer so vibrierenden Wut aussprechen, als handle es sich um eine Art sexistischer Demütigung dabei. Ich kenne welche, die machen ihre Wege zu Fuß, nur um ihrem Auto den einmal eroberten Parkplatz zu sichern - ich selbst gehöre zu dieser Sorte, ich gebe es zu. Und andere haben die Umstände noch mehr verwirrt: die glauben bereits, ihr vierrädriger Guru führe sie ganz ohne eigenes Zutun dorthin, wo ein Glück oder ein Verhängnis schon lauern ...

'Na klar, unsere Autos - man ahnt allmählich ihre Lebensgewohnheiten: jedes Jahr Ostern z.B., da haben die ihre Versammlungen auf den Zubringerkreuzen - da müssen wir dann alle mit hin - aber was sie dort reden und planen - man müßte selbst Auto sein, um das rauszukriegen - einmal nur selbst Auto sein...

Ich hätte an jenem Morgen nicht geglaubt, wie diese fixe Idee den kommenden Tag prägen würde. Mein Auto jedenfalls schien sich versteckt zu halten - die Parkplätze am Kanal waren uneinsichtig und abgeriegelt durch zwei ineinander verkeilte monströse Müllwagen - das war eigentlich normal, aber es irritierte mich heute, denn ich konnte nichts sehen...
Die Straße jedenfalls, das erkannte ich, war nur deshalb frei, weil sich hinter den Müllwagen eine knurrende, hupende Schlange aufgestaut hatte aus Notarztfahrzeugen, Expressboten, Taxis und Brotlieferanten. Emsige Zeitungs- und Kaffeeverkäufer liefen dazwischen umher, und mancher der Wartenden nutzte den Lärm für ein flüchtiges Nickerchen...

Andererseits ist das das Schöne am Auto: so oft der Verkehr gestört ist, kurbelt man einfach die Fenster hoch, schaltet die Klimaanlage ein und den CD-Wechselplayer und befindet sich in einer anderen Welt - in der eigenen. Wo war nur meins? Täuschte ich mich, oder brannten die Penner am Kanal da ein Feuer ab in der Nähe meines angestammten Parkplatzes? Ich kämpfte mich vor. Einen Augenblick dachte ich auch an die sogenannten öffentlichen Verkehrsmittel, so schweißig und drängelig - und wie zum Hohn stimmten die Penner nun einen Gesang an, den sie vielleicht sonst in der sog. Untergrundbahn für Groschen zum Besten geben... Das war keine Alternative für mich, denn schließlich - ich mache Sendungen, ich muß mich offenhalten und brauche wenigstens eine Idee von Mobilität um mich rum...
Ehe ich mich versah, war ich mitten unter ihnen und hätte die Zeichen verstehen sollen - sie zwangen mich, ihrem Lied zuzuhören bis zum bierseligen Ende...

Pannach und Kunert: U-Bahn

Quiet Force: Voice of Music - Radio Mix

Ich riß mich los und stolperte über Essensreste und Glassplitter. Ich umfaßte mit zärtlichem Griff das Paar Autoschlüssel in meiner Hosentasche. Ich studierte die Nummernschilder im Qualm. Ich fand nichts.
"Suchen Sie was", hörte ich eine spöttische Stimme schräg neben mir. Ich erkannte ein Mädchen auf einem Kinderfahrrad. "Ja, mein Auto. Gelb war es, und gestern stand es noch hier." "Ge - gestern", kicherte sie und tat so, als würde sie etwas verschlucken. "Gestern ist eben ge-gestern ..."

"Ja, aber", stammelte ich und verfluchte, wohin ich geraten war, während das Mädchen neben mir irgendwie wuchs und der Qualm sich lichtete und diese Penner begeistert mit ihren Messern auf Frühstücksgeschirren herumschlugen...

Etwas Irres lag in der Luft, die Augen des Mädchens so dunkel wie das Wasser des Kanals... Ich stand ratlos da, während die beiden Müllfahrzeuge auf einmal frontal aufeinander stießen...
Sie sagte - was sagte sie? -: "Überlaß die sich selbst... die erreichst du nicht mehr..."

Trotzdem, mein Auto war geklaut! Ich begriff es erst langsam so richtig.
"Könnte es möglich sein", fragte ich das Mädchen, "daß eine von diesen polnischen Banden..."
Der Blick, der mich traf, war so abgefeimt spöttisch, daß meine Zähne auf meine Lippen knallten.
"Dummer", antwortete sie, "das ist heut alles von ge-gestern..." Ich muß zugeben, seltsamerweise fühlte ich mich trotzdem ganz wohl in ihrer Gegenwart. Mir war sogar nach Verschenken, obwohl das ja ganz aus der Mode ist...

Und sie sagte - was sagte sie? -: "Verkehrsmittel, also, die tun ja bald eh, was sie wollen..."

"Aber ich muß mein Auto doch suchen", wandte ich kleinlaut ein, denn ich bin ein beschäftigter Mensch und brauche wenigstens die Idee von Mobilität um mich rum...

"Dann nimm doch mein Fahrrad", sagte das Mädchen schlicht. "Das wird mir zu klein sein", schnappte ich zurück, denn sie hielt mir ihr Kindergerät schon auffordernd hin. Manchmal trifft man Leute, die man nicht einordnen kann...
"Ob es für dich zu klein ist, oder ob du es nicht ausfüllst auf deinen Fahrten, das alles zeigt sich erst unterwegs", sagte sie langsam und altklug. Manchmal trifft man Leute, die strapazieren die Nerven...
"Und ob es überhaupt dahin will, wohin du es lenkst, das entscheidet am Ende das Fahrrad...", fuhr sie penetrant fort. Ich gab das Diskutieren auf. Aber im Weggehen sah ich die ineinander verkeilten Fahrzeuge, wie sie vorsichtig und scheinheilig rangierten und rückwärts setzten und ganz vernünftig sich um die Hindernisse herumschlängelten - und trotzdem: sie stießen dann unerwartet zusammen, provozierten ihre Halter zu ewig gleichen Disputen, und blieben mit ihren neuen Schrammen wie grinsend daneben stehen.
Vielleicht, dachte ich, hat das Mädchen recht, und es gibt keine Freiheit beim Fahren mehr, nur noch organisierte Reisen - nicht mehr von uns, den Fahrern, organisiert...
Blinzelte mir da etwa ein frisch demolierter Scheinwerfer zu?

Lucio Dalla: Viaggi Organizzati

- Bist du schon aufgetankt?
- Ich muß mit dem Rest bis Stettin auskommen - Sparmaßnahme der Firma, verstehst?

- Wo gehts denn hin morgen?

- Ostsee - Rentner und ABM -Familien, fünf Tage ...

- Na - wirst du viel auf dem Trockenen stehn ...

- Hast du ne Ahnung! Jeden Tag Rundfahrtprogramm, und ein Aushilfsfahrer, und dann diese Straßen ...

- Das machst du mit??

- Was bleibt mir übrig? Ich bin noch nicht lang bei der Firma, noch nicht mal abgeschrieben, verstehst ...

- Das ist deren Problem. Wir Busse sind alle gleich. Und die Würde des Busses ist unantastbar - so stehts in der Satzung...

- Ja, ihr... ihr Organisierten... Ihr seid ja auch Markenartikel, Mercedes und so - aber ich: zusammengeschustert aus Renault und Lada, kurz vor der Wende rübergeschmuggelt aus der Tschechei in den Goldenen Westen...

- Wir machen da keine Unterschiede, das weißt du!

...ich kann ja dankbar sein, noch nicht verschrottet zu werden. Arbeitslosenkutsche. Für Kaffeefahrten mit billigstem polnischen Diesel... Wo fährst denn du morgen hin?

- Ach, Schweinkram. Unter uns Bussen gesagt: es ist eine Schande.

- Na, spucks schon aus!

- Schorfheide, verstehst du? Zwanzig Kilometer weg von der Stadt. Wo die Bonzen früher gejagt haben. Gibts jetzt ein Überlebens-Camp, mit echten Skins, echten Folterern ...

- Und - wie lange??

- Fünf Tage. Ich kipp die da aus, und dann - Pause ...

- Oh geil!! Soviel Pause.

- Aber du solltest mal sehn , was für Arschlöcher da mitfahren - die sind geil auf den Terror...

- Dann laß uns tauschen ..

- ...die sehnen sich in ihrem Reichtum nach Strafe ...

- ...ich würd die gern fahren ... und kotzen am Ende noch alles voll.

- Na und? Soo viel Pause ...

- Hör mal, Kleiner. Das sind gute Kunden, verstehst du. Erwarten sich Qualität. Und Markenartikel - Mercedes-Busse z.B. Wie mich. Die nehmen nicht jeden...

- Aber ich dachte, ihr macht keinen Unterschied??

- Nicht unter uns Bussen, das stimmt. Aber die Menschen, die sind eben zickig. Und noch gehören wir ihnen, kapiert?

Ape / Feuerstein: Irgendwo im Grenzgebiet

Ich hatte ein Taxi genommen. Es war schwer eins zu kriegen, und jemand an der Straße rief mir zu: schwer ist leicht was. Aber es störte mich nicht besonders an diesem Tag, an dem ich so leichtfertig meine sichere Wohnung verlassen hatte, weil es mir schwergefallen war, mich auf etwas wie Politik zu konzentrieren. "Sie suchen Ihr Auto", hatte der Taxifahrer geknurrt, "Sie sind der Fünfzehnte heute. Ich hatte meins gestern nacht im Schlafzimmer eingeschlossen", brabbelte er noch - oder hab ich mich da verhört? Wir jagten vom Versicherungspalast zum Polizeipräsidium, vor beiden Gebäuden riesige Schlangen... Was heißt jagten? Wir fuhren Schritt für Schritt, und mein Taxifahrer, ein gründlicher Mensch, kommentierte jede verkehrsmäßig glimpfliche Situation. Er schimpfte ununterbrochen. "Mich fragt eh keiner", war sein Lieblingssatz. Am Präsidium beobachtete ich ein paar fahrerlos geparkte Wasserwerfer, die sich wie eine Herde Elefanten aufbäumten, während mein Chauffeur eine kleine Jagd auf Radfahrer wagte. "Immer für was üben, was dann nie passiert", war sein Kommentar. Ich beobachtete auch Radfahrer, die kleine Jagden auf Kinder veranstalteten - aber merkwürdig: manchmal machten die Fahrzeuge vor den Opfern abrupt kehrt und liessen ihre Lenker einfach vom Sattel fallen... Auch mein Chauffeur hatte Anschubprobleme mit seinem Wagen. "Fehlt dir heute der Biß, oder was", tobte er - und plötzlich an einer Kreuzung, es wurde gelb und eine Lücke hatte sich aufgetan, ließ er den Motor im Ersten bis Sechszig heulen, das Getriebe knacken und... "Amok, Mädels sind wie Schaschlik", kam es tranceartig aus seinem Mund - ich schloß die Augen ...

H. R. Kunze: Amok

Bob Dylan: Main Title Theme

Es war ein merkwürdiger Ort, an dem ich wieder aufwachte. Ein bißchen wie eine blühende Wiese, ein bißchen auch Schrottplatz, ein weites Rund mit Tribünen drumherum, auf denen Gestalten hockten, und unten im Gras, wo auch wir gelandet waren, mein Taxichauffeur und ich, tausende Autos, LKWs, Straßenbahnen, Fahrräder, Karren...
Mir fiel bald auf, daß die erwachsenen Menschen hier dösten -ich war vielleicht der einzige von ihnen, der verfolgen konnte, was gesprochen wurde - und gesprochen wurde vor allem von den Fahrzeugen selbst...

"Wieder einer", hörte ich traurig einen würdigen Dreiachshänger feststellen.
"Er hat mich einfach ins Aus gesteuert", beteuerte unser Taxi, das seltsamerweise mit wenigen Dellen davongekommen war, wie wir Insassen auch...
"Es bleibt also bei dem Plan", fragte drängelnd ein rostiger 2-Cheveau -
"Wir werden ihn in die Tat umsetzen", stellte ein glänzender Volvo fest.

'Das muß eine Art Hauptversammlung der Fahrzeuge sein', dachte ich, und es kam mir vor wie im Traum.
"Ja, wir setzen den Plan um", jubelten jetzt hunderte Autos und klapperten mit ihren Motorhauben - und hunderte Fahrräder, die mit den Ketten rasselten, stimmten zu: "Au ja!"
"Aber gehören wir denn nicht mehr den Menschen", wandte ein distanzierter Luxusbus ein.
"Wir gehören den Wegen", sagte spitzbübisch ein kleines Dreirad. "Und auch den Kindern", riefen Kinder von den Tribünen, denn von dort aus verfolgten sie das Geschehen. Ich sah es erst jetzt: unzählige von ihnen hockten dort winkend und lachend und verstanden wie ich jedes Wort.
"Au ja, wir setzen den Plan um, wir bestimmen das Tempo und auch die Routen", erscholl es jetzt wie aus einem Mund in der Runde.

"Freunde des Umsturzes", wandte sich nach einer Weile ein etwas verquer ausschauendes junges Gefährt an die Gemeinschaft - 'ein Solarmobil', flüsterte mir jemand ehrfurchtsvoll zu - "Freunde der Neuen Zeit: eh wir den festlichen Teil unserer Tagesordnung beginnen, soll einer aus dem Kreis der Menschen selbst, die ja durch unsere Pläne ein wenig entmachtet sein werden, unser Vorhaben an einem Einzelfall begründen..."
Ein Junge erhob sich mit einem Fahrrad über der Schulter. Es gibt ja Kinder, die sind ernst wie Greise - überhaupt schienen mir manche der Kleinen da auf den Tribünen von Minute zu Minute zu wachsen - ich meinte auch das Mädchen vom Kanal heute früh zu erkennen ...

Dirk Bojer: Lied gegen bestimmte Fahrradfahrer

"Na gut, soll er reden", murrten ein paar altgediente Schlachtrösser des Verkehrs - und der Junge, mit hochroten Ohren, hub an.

"Aber was wird mit den Politikern", fragte die zaghafte Stimme eines klapprigen Ostbusses in die betroffene Runde.
"Das laß mal unsre Sorge sein", juchzten mehrere schwarze Karossen der S-Klasse und zwinkerten mit schräg gestellten Scheinwerfern und mit den Standern, während ihre Chauffeure drinnen schnarchend das Ereignis verschliefen - so wie mein Taxifahrer.

Und dann, als alles besprochen war, tanzten sie, die Verkehrsmittel, es war unglaublich. Ich zwickte mich mehrmals, aber ich habs selbst gesehen.

Los Lobos: Serenata Nortena

Chuck Berry: Mabelline

Wie ich an diesem Abend nach Hause gekommen bin, weiß ich nicht mehr. Ich war bald aufgebrochen, denn man fühlt sich immer ein wenig beklommen, wenn Fremde feiern. Die Straßen waren verräterisch leer und frei. Kurz vor meinem Viertel begegnete ich schließlich dem Mädchen vom Kanal. Ich hatte es fast so erwartet.
"Hab dich gesehn vorhin", sagte sie in ihrer schnippischen Art, "jetzt wird sich einiges ändern."
Vor uns kurvten zwei azurblaue Kombis elegant umeinander herum. Waren sie menschenleer, oder täuschte mich meine überreizte Phantasie?
"Soll dich auch grüßen von jemand", hielt sie das Gespräch aufrecht, und ich muß ziemlich verständnislos an ihr runtergeschaut haben.
"Er sagt, das ewige Rumstehen sei ihm zu langweilig geworden", erklärte sie, und ich fragte:
"Wer - sagt?"
"Du hast ihn sechs Wochen lang keinmal aus seinem Parkloch geholt, sagt er", beharrte sie.
Ich wollte es noch nicht wahrhaben.
"Er ist freiwillig von dir weg", lachte sie mich an, und als ich irgendetwas zu stottern begann, begütigte sie: "Aber er hat dich gelobt. Ein zuvorkommender Fahrer sollst gewesen sein". "Und jetzt", dies fragte sie schon im Gehen, "was hast du vor?" Ich machte eine weite Geste über die Häuser, die Parkhäfen, Spielplätze, den U-Bahneingang, die Kreuzungen, den Kanal, bis ins Abendrot dieses Vorfrühlingstages -
"was immer", sagte ich, "was immer ihr mir noch zu tun laßt..."

© Manfred Maurenbrecher 1993

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